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Welche Beleuchtungsklasse braucht mein Sportplatz?

Welche Beleuchtungsklasse ein Sportplatz braucht, hängt nicht nur von der Fläche ab, sondern vor allem von der Sportart und der tatsächlichen Nutzung. Grundlage dafür ist die DIN EN 12193.

Kurzantwort

Welche Beleuchtungsklasse ein Sportplatz braucht, hängt nicht nur von der Fläche ab, sondern vor allem von der Sportart und der tatsächlichen Nutzung. Grundlage dafür ist die DIN EN 12193.

Sie unterscheidet zwischen den Beleuchtungsklassen I, II und III. Vereinfacht gesagt gilt: Je höher der sportliche Anspruch und je anspruchsvoller die Nutzung, desto höher sind in der Regel auch die Anforderungen an die Beleuchtung.

Für viele klassische Vereinsanlagen ist dabei nicht automatisch die höchste Klasse nötig. Oft reicht für Training und Freizeitsport eine andere Lösung als für regelmäßigen Wettkampfbetrieb.

Klasse III Training, Schul- und Freizeitsport
Klasse II lokaler und regionaler Spielbetrieb
Klasse I hochklassige Wettkämpfe

Was bedeutet „Beleuchtungsklasse“ überhaupt?

Die Beleuchtungsklasse beschreibt, auf welchem Niveau eine Sportstätte beleuchtet werden muss. Sie ist also kein technischer Wert für sich, sondern eine Einordnung der Nutzung.

Die DIN EN 12193 arbeitet dabei mit drei Klassen:

  • Beleuchtungsklasse III
  • Beleuchtungsklasse II
  • Beleuchtungsklasse I

Diese Klassen geben vor, welche Anforderungen für die jeweilige Sportart erfüllt werden müssen. Dabei geht es nicht nur um die reine Beleuchtungsstärke, sondern auch um weitere Punkte wie Gleichmäßigkeit, Blendungsbegrenzung und die Qualität des Lichts.

Welche Beleuchtungsklasse steht wofür?

Beleuchtungsklasse III

Die Beleuchtungsklasse III ist in der Regel für

  • Training
  • Schul- und Freizeitsport
  • einfache Wettkämpfe
  • Sportanlagen ohne höheren Wettkampfanspruch

gedacht. Für viele klassische Trainingsplätze ist das die passende Grundlage.

Beleuchtungsklasse II

Die Beleuchtungsklasse II ist in der Regel für

  • lokalen Spielbetrieb
  • regionalen Wettkampfbetrieb
  • intensiveren Vereinsbetrieb
  • regelmäßig genutzte Sportanlagen mit Wettkampfbetrieb

relevant. Das ist häufig die richtige Klasse, wenn eine Anlage nicht nur für Training, sondern auch regelmäßig für Spiele oder Wettbewerbe genutzt wird.

Beleuchtungsklasse I

Die Beleuchtungsklasse I betrifft

  • hochklassige Wettkämpfe
  • leistungsorientierten Sport
  • besonders anspruchsvolle Nutzung

Diese Klasse ist für viele klassische Vereinsanlagen nicht automatisch notwendig. Sie wird vor allem dann relevant, wenn das sportliche Niveau und die Anforderungen entsprechend hoch sind.

Welche Beleuchtungsklasse braucht ein Fußballplatz?

Für Fußballplätze lässt sich die Einordnung meist gut nachvollziehen.

75 Lux Klasse III für Training und Freizeitsport
200 Lux Klasse II für lokalen und regionalen Spielbetrieb
500 Lux Klasse I für höherklassige Wettkämpfe

Gerade beim Fußball ist diese Einordnung für viele Vereine besonders hilfreich, weil sich Trainingsplatz und Wettkampfanlage oft klar voneinander unterscheiden lassen.

Gilt das genauso für jede andere Sportart?

Nein. Genau das ist ein wichtiger Punkt.

Nicht jede Sportart hat dieselben Anforderungen. Die DIN EN 12193 unterscheidet sportartspezifisch. Das bedeutet: Zwei Sportplätze können gleich groß sein und trotzdem unterschiedliche Anforderungen haben, weil die Sportart andere Lichtverhältnisse braucht.

Gerade Sportarten mit kleinen, schnellen Bällen oder besonders schnellen Bewegungen können höhere Anforderungen haben als klassische Sportarten mit größeren Bällen. Deshalb sollte die Beleuchtungsklasse nie nur nach Gefühl oder nach einem Beispiel von einem anderen Platz übernommen werden.

Warum nicht nur die Lux-Zahl zählt

Ein häufiger Denkfehler ist, dass man einfach nur einen Lux-Wert festlegt und damit sei die Planung erledigt. So funktioniert es nicht.

  • gleichmäßige Ausleuchtung
  • Blendungsbegrenzung
  • Lichtverteilung
  • passende Schaltbarkeit
  • sportartspezifische Anforderungen

Gerade bei Sportplätzen zeigt sich oft: Eine Anlage kann auf dem Papier einen Lux-Wert erreichen und trotzdem in der Praxis nicht überzeugen, wenn das Licht schlecht verteilt ist oder Spieler geblendet werden.

Wie finde ich die richtige Klasse für meinen Sportplatz?

Die wichtigste Frage lautet nicht zuerst: „Wie viel Licht ist technisch möglich?“ Sondern: Wie wird der Platz tatsächlich genutzt?

  • Welche Sportart wird auf dem Platz betrieben?
  • Wird der Platz nur für Training genutzt oder auch für Wettkämpfe?
  • Auf welchem sportlichen Niveau findet der Betrieb statt?
  • Gibt es unterschiedliche Anforderungen für Training und Spielbetrieb?
  • Soll die Anlage in mehreren Stufen schaltbar oder dimmbar sein?

Erst wenn diese Punkte klar sind, lässt sich die passende Beleuchtungsklasse sauber bestimmen.

Warum moderne LED-Anlagen dabei besonders interessant sind

Moderne LED-Flutlichtanlagen sind gerade deshalb so interessant, weil sie sich deutlich besser auf unterschiedliche Beleuchtungsklassen und Nutzungen abstimmen lassen.

  • bedarfsgerechte Schaltung für Training und Wettkampf
  • bessere Steuerbarkeit
  • gezieltere Lichtlenkung
  • geringerer Stromverbrauch
  • weniger Wartung

Gerade wenn ein Platz nicht immer mit derselben Beleuchtungsstärke genutzt wird, ist das ein großer Vorteil.

Was Vereine vor der Planung klären sollten

Bevor ein Sportplatz neu beleuchtet oder modernisiert wird, sollten Vereine vor allem diese Punkte sauber klären:

  • Welche Sportart ist maßgeblich?
  • Welche Beleuchtungsklasse passt zur tatsächlichen Nutzung?
  • Reicht eine Trainingsbeleuchtung oder wird regulärer Wettkampfbetrieb benötigt?
  • Bestehen schon Masten oder muss die Infrastruktur neu geplant werden?
  • Soll zwischen Training und Wettkampf umgeschaltet werden können?

Gerade an dieser Stelle werden oft Fehler gemacht. Wer zu hoch plant, investiert unnötig viel. Wer zu niedrig plant, erfüllt die Anforderungen später nicht oder muss nachrüsten.

Für wen lohnt sich eine genaue Prüfung besonders?

  • Vereine mit älteren Flutlichtanlagen
  • Plätze mit regelmäßigem Trainings- und Spielbetrieb
  • Anlagen, bei denen Training und Wettkampf unterschiedlich geschaltet werden sollen
  • Projekte, bei denen Fördermittel genutzt werden sollen
  • Vereine, die unsicher sind, ob Klasse I, II oder III wirklich nötig ist

Gerade in diesen Fällen ist die richtige Einordnung der Nutzung oft der wichtigste Schritt, weil davon Technik, Kosten, Energieverbrauch und mögliche Förderwege abhängen.

Fazit

Welche Beleuchtungsklasse ein Sportplatz braucht, hängt immer von Sportart und Nutzung ab. Die DIN EN 12193 unterscheidet dafür zwischen Beleuchtungsklasse I, II und III.

Für Fußball gilt in vielen Fällen:

  • Klasse III für Training und Freizeitsport
  • Klasse II für lokalen und regionalen Spielbetrieb
  • Klasse I für höherklassige Wettkämpfe

Entscheidend ist aber nicht nur die Klasse selbst, sondern die gesamte Planung. Erst wenn Nutzung, Lichtqualität, Schaltbarkeit und technische Ausführung zusammenpassen, entsteht eine Anlage, die wirklich sinnvoll und wirtschaftlich ist.

Unsere Experten prüfen für jeden Verein individuell, welche Beleuchtungsklasse wirklich gebraucht wird und wie sich daraus eine technisch und wirtschaftlich passende Lösung für den jeweiligen Sportplatz entwickeln lässt.

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Jeder Sportplatz wird anders genutzt. Deshalb prüfen unsere Experten für euch, welche Beleuchtungsklasse sinnvoll ist, welche Anforderungen wirklich erfüllt werden müssen und wie sich daraus eine wirtschaftliche Lösung entwickeln lässt.

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FAQ

Was ist eine Beleuchtungsklasse bei Sportplätzen?

Eine Beleuchtungsklasse beschreibt, auf welchem Niveau eine Sportstätte beleuchtet werden muss. Grundlage dafür ist die DIN EN 12193.

Welche Beleuchtungsklassen gibt es?

Die DIN EN 12193 unterscheidet zwischen Beleuchtungsklasse I, II und III.

Welche Klasse braucht ein Trainingsplatz?

Für Trainingsplätze ist oft die Beleuchtungsklasse III passend, abhängig von Sportart und Nutzung.

Welche Klasse braucht ein Platz mit regulärem Spielbetrieb?

Für lokalen und regionalen Wettkampfbetrieb ist oft die Beleuchtungsklasse II relevant. Das hängt aber immer von der Sportart ab.

Ist für jeden Sportplatz automatisch die gleiche Klasse richtig?

Nein. Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Sportart. Nicht jede Sportart braucht dieselbe Beleuchtung.

Reicht es, nur auf die Lux-Zahl zu schauen?

Nein. Neben der Beleuchtungsstärke sind auch Gleichmäßigkeit, Blendung und Lichtverteilung wichtig.

Warum lohnt sich eine genaue Prüfung vor der Planung?

Weil nur so klar wird, welche Klasse wirklich gebraucht wird und ob die spätere Anlage technisch, wirtschaftlich und förderseitig sinnvoll aufgebaut ist.

Quellen

  1. DIN mit Nachweis, dass die aktuelle deutsche Fassung DIN EN 12193:2018, Ausgabe 2019-07, die Norm „Licht und Beleuchtung – Sportstättenbeleuchtung“ ist
    https://www.din.de/de/meta/suche/62730%21search?query=Sportst%C3%A4ttenbeleuchtung
  2. Normentabellen von licht.de mit Beschreibung der DIN EN 12193 als sportartspezifische Tabelle lichttechnischer Mindestanforderungen
    https://www.licht.de/de/lichtanwendungen/bereich/11-sport-und-freizeit/207-normentabellen
  3. Allgemeine Sportplätze bei licht.de mit den Beleuchtungsklassen und den typischen Fußball-Werten von 75 Lux, 200 Lux und 500 Lux
    https://www.licht.de/de/lichtanwendungen/bereich/11-sport-und-freizeit/50-allgemeine-sportplaetze
  4. Allgemeine Sporthallen bei licht.de mit dem Hinweis, dass einzelne Sportarten je nach Ballgröße und Spielgeschwindigkeit höhere Anforderungen haben können
    https://www.licht.de/de/lichtanwendungen/bereich/11-sport-und-freizeit/49-allgemeine-sporthallen
  5. licht.wissen 08 „Sport und Freizeit“ von licht.de mit Grundlagen zur Sportstättenbeleuchtung nach DIN EN 12193
    https://www.licht.de/fileadmin/Publikationen_Downloads/lichtwissen08_SportFreizeit.pdf
  6. Ratgeber zur Beleuchtung von Fußball-Spielfeldern und Trainingsflächen des Sächsischen Fußball-Verbands mit Einordnung der Beleuchtungsklassen und typischen Lux-Werten für Fußball
    https://www.sfv-online.de/fileadmin/content/PDFs/Publikationen/20190314-Flutlicht_web.pdf

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